Chrysanthemen-Pflege (Chrysanthemum): Standort, Gießen, Giftigkeit

Rosa blühende Chrysantheme (Chrysanthemum) im Topf
· Bild: Chrysanthemum, Tuğba Dönmez (Pexels License) · Pexels

Aktualisiert: 17. August 2026

Pflanzensteckbrief
Licht Direkte Sonne
Wasserbedarf Mittel
Schwierigkeit Mittel
Für Haustiere sicher? Giftig

Die NC State Extension führt als akzeptierten Namen Chrysanthemum × morifolium und als frühere Namen Chrysanthemum morifolium und Dendranthema × grandiflorum. Als gebräuchliche Namen nennt sie unter anderem Autumn Mum, Florist’s Chrysanthemum, Garden Chrysanthemum, Garden Hardy Chrysanthemum, Garden Mum und Hardy Garden Mum.

Zwei Dinge bestimmen diese Seite. Das erste ist eine Einstufung: Die ASPCA führt die Gattung als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Das zweite ist eine Grenze, und sie steht gleich im nächsten Abschnitt.

Was diese Seite abdeckt, und was nicht

🔴 Beide Pflegequellen beschreiben eine Gartenpflanze, keine Zimmerpflanze. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern die Voraussetzung für alles Weitere:

  • Die NC State Extension nennt als Licht volle Sonne, in ihrer eigenen Definition sechs oder mehr Stunden direkte Sonne am Tag, und führt die Art unter Namen wie Garden Mum und Hardy Garden Mum. Als Höhe gibt sie 30 bis 90 cm an (in der Quelle 1 bis 3 Fuß), als Breite 30 bis 60 cm (1 bis 2 Fuß).
  • Die Royal Horticultural Society nennt einen warmen, geschützten, sonnigen Standort, eine Winterhärte bis mindestens minus 5 °C und schreibt, dass Jungpflanzen drinnen versorgt werden, bis sie groß genug zum Auspflanzen sind.

Eine Anleitung für die Zimmerkultur enthält keine der beiden Quellen, und diese Seite erfindet keine. Sie rechnet die Gartenangaben auch nicht in Wohnungsangaben um: ⚠ Die Werte minus 5 °C und 4 °C sind Angaben für den Garten und für die Überwinterung. Sie sind keine Zimmertemperaturen.

Was Sie hier finden, ist also: was die beiden Quellen zu Standort, Wasser, Boden, Dünger und Überwinterung sagen, und was die ASPCA und die NC State Extension zur Giftigkeit sagen. Was Sie hier nicht finden, ist eine Anleitung, wie die Pflanze auf einem Wohnzimmertisch weiterlebt.

Giftigkeit

Diese Pflanze ist giftig, und beide Quellen zur Giftigkeit sagen es, jede auf ihrer Seite.

Für Tiere. Die ASPCA stuft Chrysanthemum spp. als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Anzeichen nennt sie Erbrechen, Durchfall, vermehrten Speichelfluss, Koordinationsstörungen und Dermatitis.

Für Menschen. Die NC State Extension führt einen eigenen Abschnitt mit dem Schweregrad niedrig. Als Anzeichen nennt sie Magenbeschwerden und Erbrechen bei Verzehr, und: Kontakt mit dem Laub kann bei manchen Menschen leichte Hautausschläge auslösen. Kontaktdermatitis bejaht dieselbe Quelle, und als betroffene Pflanzenteile nennt sie Blätter, Wurzeln und Pflanzensaft.

Die Giftstoffe nennen beide Quellen, aber nicht in derselben Auflösung, und diese Seite verrechnet sie nicht:

Quellegenannte Stoffe
ASPCASesquiterpene, Lactone, Pyrethrine und weitere mögliche Reizstoffe
NC State ExtensionAlantolacton, ein Sesquiterpenlacton, Guaianolid, Pyrethrine und weitere mögliche Reizstoffe

Gemeinsam ist beiden Listen der Eintrag Pyrethrine. Was Pyrethrine sind und wie sie wirken, sagen die hier ausgewerteten Quellen nicht, und diese Seite sagt es deshalb auch nicht.

Beide Seiten der Einstufung nennen Hautreaktionen: die ASPCA Dermatitis bei Tieren, die NC State Extension Kontaktdermatitis und leichte Ausschläge beim Menschen. Wenn Sie die Pflanze zurückschneiden oder umtopfen, sind Handschuhe deshalb sinnvoll; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website, die Quellen schreiben keine Schutzmaßnahme vor.

Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Für Haustiere sicher? der Eintrag Giftig; er stützt sich auf die ASPCA.

Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse; bei bedrohlichen Anzeichen wählen Sie den Notruf 112. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Zwei Familiennamen, und diese Seite gleicht sie nicht an: Die NC State Extension ordnet die Art Asteraceae zu, die ASPCA schreibt Compositae. Beide Angaben stehen so in den Quellen.

Standort

Die NC State Extension nennt eine einzige Lichtstufe: volle Sonne, in ihrer eigenen Definition sechs oder mehr Stunden direkte Sonne am Tag. Eine zweite, schattigere Stufe trägt der Eintrag nicht. Die Royal Horticultural Society nennt dazu passend einen warmen, geschützten und sonnigen Standort.

Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Licht Direkte Sonne, und das deckt sich mit beiden Angaben.

Sechs Stunden direkte Sonne am Tag erreichen in einer Wohnung praktisch nur ein Südbalkon oder ein unverschattetes Südfenster; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website, die Quellen nennen keine Fensterlage.

Gießen

Die Royal Horticultural Society macht dazu die einzige Angabe unter den hier ausgewerteten Quellen, und sie nennt beide Fehlerrichtungen:

  • Frisch gepflanzte Chrysanthemen in Beeten und in Töpfen brauchen während der Wachstumszeit regelmäßig Wasser.
  • Die Erde oder das Substrat darf nie vollständig austrocknen.
  • Zu viel Wasser ist ebenso zu vermeiden, denn die Pflanze verträgt staunasse Verhältnisse nicht.

Einen Gießabstand in Tagen nennt sie nicht, und diese Seite nennt deshalb keinen. Die NC State Extension trägt zum Gießen nichts ein; als Bodenverhältnisse nennt sie guten Wasserabzug und feucht, was in dieselbe Richtung zeigt wie der Satz der Royal Horticultural Society.

Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Wasserbedarf Mittel.

Boden

Die NC State Extension nennt als Bodenart hohen Anteil organischer Substanz, als Bodenverhältnisse guten Wasserabzug und feucht und als pH-Wert neutral (6,0 bis 8,0).

Torffreie Blumenerde bekommen Sie im Baumarkt und im Gartencenter. Ein Mischungsverhältnis für diese Art nennt keine der hier ausgewerteten Quellen, und diese Seite nennt deshalb keines. Torffreie Erden trocknen schneller ab als torfhaltige; das ist bei einer Pflanze, deren Substrat nach der Royal Horticultural Society nie vollständig austrocknen soll, ein Grund, häufiger zu prüfen.

Düngen

Hier nennt die Royal Horticultural Society als einzige Quelle ein Mittel, und sie unterscheidet zwei Phasen:

  • Für Pflanzen im Topf: ein organischer flüssiger Seetangdünger.
  • Während der Blüte: Wechsel auf einen kaliumbetonten Dünger, in der Quelle als Beispiel ein Tomatendünger.

Eine Menge und einen Rhythmus nennt die Quelle nicht, und diese Seite nennt deshalb keine; halten Sie sich an die Angaben auf der Packung. Was zu viel Dünger an der Erdoberfläche und an den Blatträndern hinterlässt, behandelt mit eigenen Quellen die Seite Düngersalz.

Überwintern

Die Royal Horticultural Society nennt zwei Zahlen, und beide gehören zum Garten:

  • Winterhärte: Die meisten winterharten Chrysanthemen überstehen Temperaturen bis mindestens minus 5 °C; die Quelle schreibt 23 Grad Fahrenheit.
  • Überwinterung: frostfrei und hell, bei mindestens 4 °C.

Zwei Dinge sagen die Quellen dazu nicht. Erstens sagen sie nicht, ob eine einzelne gekaufte Topfpflanze winterhart ist; die Angabe gilt winterharten Chrysanthemen. Zweitens sagen sie nichts über eine Zimmertemperatur. Diese Seite füllt beide Lücken nicht auf.

Wuchs und Vermehrung

Die NC State Extension nennt als Pflegeaufwand mittel und als Wachstum schnell; im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Schwierigkeit ebenfalls Mittel. Die Maße stehen oben im Abschnitt zur Abgrenzung.

Zur Vermehrung nennt dieselbe Quelle zwei Methoden: Teilung und Stecklinge von Trieben. Eine Anleitung dazu steht dort nicht, und diese Seite gibt deshalb keine.

Häufige Probleme

Beide Pflegequellen führen Listen, und sie sind nicht identisch. Diese Seite gibt sie getrennt wieder.

Quellegenannte Schädlingegenannte Krankheiten
NC State ExtensionBlattläuse, Thripse, Spinnmilben, NetzwanzenBakterienbrand, Echter Mehltau, Stängelfäule, Rost, Wurzelfäule, Verticillium-Welke, Blattfleckenkrankheit
Royal Horticultural SocietyNacktschnecken, Gehäuseschnecken, Blattläuse, Minierfliegen, Ohrwürmer, Weichwanzen, Rote SpinneWeißer Rost, Echter Mehltau, Grauschimmel, Viren

Drei Einträge stehen in beiden Listen: die Blattläuse, die Spinnmilbe (bei der Royal Horticultural Society als Rote Spinne) und der Echte Mehltau. Einen Grund für ihr Auftreten nennt keine der beiden Quellen für diese Art, und diese Seite nennt deshalb keinen.

Zwei Einträge sehen ähnlich aus, sind aber nicht derselbe Eintrag: Die NC State Extension nennt Rost, die Royal Horticultural Society Weißen Rost. Diese Seite zählt sie deshalb nicht zusammen; ob dieselbe Krankheit gemeint ist, schreibt keine der beiden Quellen.

Zu den Schädlingen führen die Seiten Blattläuse, Thripse und Spinnmilben weiter. Findet sich etwas anderes auf der Pflanze, ist die Seite Schädlinge an Zimmerpflanzen der Einstieg. Wenn Sie lieber vom Symptom aus vorgehen, hilft die Seite Diagnose; gelbe Blätter behandelt die Seite Gelbe Blätter.

Bei starkem oder wiederkehrendem Befall wenden Sie sich an eine Gärtnerei oder einen Fachbetrieb. Diese Seite nennt keine Pflanzenschutzmittel und keine Dosierungen.

Sechs Punkte behauptet diese Seite bewusst nicht

  • Eine Anleitung für die Zimmerkultur. Beide Pflegequellen beschreiben eine Gartenpflanze.
  • Eine Zimmertemperatur. Die beiden Temperaturwerte der Royal Horticultural Society gelten dem Garten und der Überwinterung.
  • Dass die Chrysantheme eine Kurztagpflanze sei und über die Tageslänge zum Blühen gebracht wird. Eine Angabe zur Tageslänge oder zu einer Dunkelperiode steht für diese Art in keiner der hier ausgewerteten Quellen.
  • Eine Angabe zur Luftfeuchtigkeit. Die NC State Extension trägt dazu kein Feld.
  • Dass gekaufte Topfchrysanthemen mit Hemmstoffen behandelt sind und deshalb drinnen nicht wieder blühen.
  • Eine Topfgröße.

Bei den Punkten ohne eigene Erläuterung ist der Grund derselbe: Für diese Art steht dazu nichts in den hier ausgewerteten Quellen.

Wo Sie die Pflanze bekommen

Die Chrysantheme steht im Herbst im Gartencenter, im Baumarkt, beim Discounter und im Blumenladen, meist blühend im Topf. Zwei Dinge lohnen den Blick beim Kauf, und beide folgen aus dem, was oben steht:

  • Der Platz. Sechs Stunden direkte Sonne am Tag ist die Angabe, an der sich der Standort entscheidet; ein Balkon oder ein Beet erfüllt sie eher als ein Wohnraum. Das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.
  • Der Haushalt. Die ASPCA stuft die Gattung für Hunde, Katzen und Pferde als giftig ein, und die NC State Extension bejaht Kontaktdermatitis beim Menschen. Ein Platz außerhalb der Reichweite von Tieren und kleinen Kindern gehört deshalb zur Kaufentscheidung; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Verwandte Seiten auf dieser Website: Weihnachtsstern-Pflege und Flamingoblume-Pflege. Eine Übersicht aller Arten finden Sie auf der Seite Pflanzen.

Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Häufige Fragen

Ist die Chrysantheme für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Die ASPCA stuft Chrysanthemum spp. als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Anzeichen nennt sie Erbrechen, Durchfall, vermehrten Speichelfluss, Koordinationsstörungen und Dermatitis. Als Giftstoffe nennt sie Sesquiterpene, Lactone, Pyrethrine und weitere mögliche Reizstoffe. Die NC State Extension führt für den Menschen einen eigenen Abschnitt mit dem Schweregrad niedrig: Magenbeschwerden und Erbrechen bei Verzehr, und Kontakt mit dem Laub kann bei manchen Menschen leichte Hautausschläge auslösen. Kontaktdermatitis bejaht dieselbe Quelle, und als betroffene Pflanzenteile nennt sie Blätter, Wurzeln und Pflanzensaft. Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Kann ich die Chrysantheme als Zimmerpflanze halten?

Dazu sagen die hier ausgewerteten Quellen nichts, und diese Seite gibt deshalb keine Anleitung dafür. Beide Pflegequellen beschreiben eine Gartenpflanze: Die NC State Extension nennt volle Sonne mit sechs und mehr Stunden direkter Sonne am Tag und führt die Art unter Namen wie Garden Mum und Hardy Garden Mum; die Royal Horticultural Society nennt einen warmen, geschützten, sonnigen Standort, Winterhärte bis mindestens minus 5 °C und schreibt, dass Jungpflanzen drinnen versorgt werden, bis sie groß genug zum Auspflanzen sind. Eine Angabe zur Luftfeuchtigkeit, zur Zimmertemperatur oder zum Standort in der Wohnung steht in keiner der beiden Quellen.

Wie viel Sonne braucht die Chrysantheme?

Die NC State Extension nennt eine einzige Lichtstufe, und sie ist in der Quelle über Stunden definiert: volle Sonne, also sechs oder mehr Stunden direkte Sonne am Tag. Die Royal Horticultural Society nennt einen warmen, geschützten und sonnigen Standort. Im Steckbrief über diesem Text steht bei Licht der Eintrag Direkte Sonne, und das deckt sich mit beiden Angaben. Sechs Stunden direkte Sonne am Tag erreichen in der Wohnung praktisch nur ein Südbalkon oder ein unverschattetes Südfenster; das ist eine eigene Einschätzung dieser Website.

Wie oft muss ich die Chrysantheme gießen?

Die Royal Horticultural Society macht dazu die einzige Angabe unter den hier ausgewerteten Quellen, und sie nennt beide Fehlerrichtungen: Frisch gepflanzte Chrysanthemen in Beeten und Töpfen brauchen während der Wachstumszeit regelmäßig Wasser, die Erde oder das Substrat darf nie vollständig austrocknen, aber Staunässe verträgt die Pflanze nicht. Einen Abstand in Tagen nennt sie nicht. Die NC State Extension trägt zum Gießen nichts ein und nennt als Bodenverhältnisse guten Wasserabzug und feucht.

Übersteht die Chrysantheme den Winter draußen?

Die Royal Horticultural Society schreibt, die meisten winterharten Chrysanthemen überstünden Temperaturen bis mindestens minus 5 °C, in der Quelle 23 Grad Fahrenheit. Für die Überwinterung nennt dieselbe Quelle frostfrei und hell bei mindestens 4 °C. Achtung: Beides sind Angaben für den Garten und für die Überwinterung, keine Angaben zur Zimmertemperatur, und diese Seite macht auch keine daraus. Ob Ihre Pflanze winterhart ist, sagen die hier ausgewerteten Quellen für eine einzelne gekaufte Topfpflanze nicht.

Quellen