Über uns: wie diese Seiten entstehen und wo sie aufhören

Aktualisiert: 20. August 2026

Foliasana ist ein Nachschlagewerk für die Pflege von Zimmerpflanzen. Wir verkaufen keine Pflanzen und keine Produkte, wir schalten keine Werbung und wir bekommen von keiner Marke eine Provision. Wer hier landet, hat meistens eine konkrete Frage zu einer Pflanze, die zu Hause steht. Darauf soll diese Website eine belegte Antwort geben, und sonst nichts.

Diese Seite beschreibt, wie die Angaben zustande kommen und wo sie aufhören. Der zweite Teil ist uns der wichtigere.

Woher die Angaben kommen

Jede Pflanzenseite stützt sich auf mindestens zwei unabhängige Quellen. Alle verwendeten Quellen stehen am Ende der Seite mit Namen und Link, damit Sie jede Angabe selbst nachlesen können.

Herangezogen werden unter anderem: universitäre Beratungsdienste (NC State Extension, Penn State Extension, UF/IFAS Extension), botanische Gärten (Missouri Botanical Garden), Gartenbaugesellschaften (Royal Horticultural Society, American Orchid Society), deutsche Fachbehörden und Verbände (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, DVGW), die Giftpflanzen-Datenbank der ASPCA, etablierte Gartenpublikationen wie Gardeners’ World und das Gartenbau-Wiki Hortipendium.

Diese Quellen sind nicht gleichwertig, und wir behaupten das auch nicht. Wo wir ausnahmsweise eine kommerzielle Website heranziehen, steht das im Namen der Quelle (zum Beispiel OurHouseplants (kommerzielle Website)), damit Sie den Rang der Angabe sehen, ohne den Link öffnen zu müssen.

Der Grundsatz dahinter ist eng: Eine Seite spricht nur über ihre eigenen Quellen. Was in keiner der dort gelisteten Quellen steht, wird nicht behauptet, auch dann nicht, wenn es allgemein bekannt scheint. Lässt sich ein Satz nicht belegen, streichen wir ihn, statt ihn abzuschwächen.

Wenn Quellen sich widersprechen, gleichen wir sie nicht an

Das kommt vor, und wir halten es für den Punkt, an dem sich Sorgfalt zeigt. Wir suchen uns dann nicht die bequemere Angabe aus und rechnen die beiden auch nicht zu einer zusammen. Beide Angaben stehen nebeneinander, jede mit ihrem eigenen Absender.

Ein Beispiel steht auf der Seite Lilie: Der ASPCA-Pflanzeneintrag führt Hunde und Pferde ausdrücklich als Non-Toxic, während ein zweiter Beitrag derselben Einrichtung schreibt, Lilien könnten für Hunde und Katzen giftig sein, die Wirkung sei bei Katzen aber sehr viel schwerer. Warum die beiden Angaben voneinander abweichen, steht in keiner der beiden Quellen. Also stellen wir dazu keine Vermutung an, sondern schreiben genau das hin.

Was aus der Quelle stammt, und was von uns

Manche Schlüsse ziehen wir selbst. Eine Quelle nennt zum Beispiel eine Temperaturspanne, aber nicht, ob eine deutsche Wohnung in der Heizperiode darüber liegt. Der zweite Schritt ist dann unser Schritt, nicht der der Quelle.

Solche Stellen sind im Text benannt. Sie erkennen sie an einer Formulierung wie „das ist eine eigene Einschätzung dieser Website“. Wo sie steht, gilt: Die Zahl kommt aus der Quelle, die Schlussfolgerung von uns, und Sie können beides getrennt bewerten.

Das ist unbequemer zu lesen als ein glatter Ratschlag, aber es ist der einzige ehrliche Weg. Auf der Seite Keine Zimmerpflanzen trägt diese Kennzeichnung sogar die Einordnung selbst: Bei vier von sieben Arten beschreiben die Quellen eine Kultur im Haus, und erst unser Schluss führt dazu, dass sie hier nicht unter den Zimmerpflanzen stehen.

Haustiere: die ASPCA, und wo sie aufhört

Für die Frage, ob eine Pflanze für Hunde, Katzen oder Pferde giftig ist, ist die Giftpflanzen-Datenbank der ASPCA unsere Hauptquelle. Wir schlagen jede Art dort einzeln nach und geben die Einstufung des Eintrags wieder, nicht unsere Zusammenfassung davon.

Drei Grenzen gehören ehrlicherweise dazu:

  • Die Einträge stehen oft unter einem anderen Namen. Der Eintrag zur Gerbera heißt Gerber Daisy, der zur Pelargonie heißt Geranium. Wer unter dem erwarteten Namen sucht, findet nichts und schließt daraus leicht das Falsche.
  • Manche Arten haben dort gar keinen Eintrag. Fehlt er, nennen wir in der Quellenliste der betreffenden Seite, worauf sich die Einstufung stattdessen stützt: eine andere Einrichtung, ein anderer Beitrag derselben Einrichtung, oder der Eintrag zur Gattung beziehungsweise zu einer nahe verwandten Art. Im letzten Fall ist die Übertragung auf die hier behandelte Art eine eigene Einschätzung dieser Website, und die Pflanzenseite erklärt, auf welchen Eintrag sie sich stützt. Findet sich gar nichts, steht im Steckbrief „Nicht bekannt“ und nicht „Ja“; für Olea europaea, den Olivenbaum, ist genau das der Fall. 🔴 Dass eine Datenbank schweigt, ist keine Unbedenklichkeitsbescheinigung, und wir schreiben in diesem Fall auch nicht, die Pflanze sei ungiftig.
  • Die ASPCA ist eine US-Einrichtung. Pflanzennamen und im Handel geführte Sorten unterscheiden sich von Land zu Land. Und keine Pflanze ist zum Fressen gedacht: Auch eine als ungiftig eingestufte Pflanze kann beim Zerkauen Beschwerden auslösen.

Wenn Ihr Tier an einer Pflanze gefressen hat oder Sie einen Verdacht haben, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse. Diese Website ersetzt weder das eine noch das andere.

Keine Mittelnamen, keine Dosierungen

Wir nennen keine Namen von Pflanzenschutzmitteln, Fungiziden oder Insektiziden und keine Dosierungen, weder in den Texten noch in den Diagnose-Werkzeugen. Dafür gibt es zwei Gründe: Ein falsches Mittel oder eine falsche Menge schadet der Pflanze und kann für Menschen und Tiere im Haushalt ein Risiko sein, und in Deutschland ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln an ein Zulassungsrecht gebunden.

Stattdessen beschreiben wir mechanische und physikalische Wege (abduschen, abwischen, isolieren, Quarantäne). Bei starkem oder wiederkehrendem Befall ist eine Gärtnerei oder ein Fachbetrieb die richtige Adresse.

Fotos

Für lebende Pflanzen, Krankheiten, Schädlinge und die Artbestimmung verwenden wir keine erzeugten Bilder. Der Grund ist praktisch: Ein botanisch falsches Bild führt zu einer falschen Bestimmung, und danach passt die ganze Pflegeanleitung nicht mehr.

Zu einem Foto gehören für uns Fotografin oder Fotograf, die Lizenz und der Link zur Quelle. Diese Angaben stehen in der Bildunterschrift. Wo eine davon in unseren Daten fehlt, fehlt sie auch in der Bildunterschrift. Beim Namen der Fotografin oder des Fotografen ist das die Ausnahme; bei Lizenz und Quelllink fehlt sie derzeit bei etwa jedem achten Bild. Wir tragen sie nach, sobald sie sich belegen lässt. Vor der Veröffentlichung prüfen wir außerdem, ob ein Bild tatsächlich die Art zeigt, um die es geht.

Es gibt eine einzige, eng begrenzte Ausnahme: Wenn kein frei lizenziertes Foto zu finden war und es um ein verarbeitetes Produkt geht und nicht um eine lebende Pflanze, dann ist das Bild kein Foto, sondern von uns erzeugt. In diesem Fall steht als Quelle Foliasana.

Was diese Website nicht kann

  • Wir sehen Ihre Pflanze nicht. Die Diagnose-Werkzeuge führen von einem Symptom zu einer wahrscheinlichen Ursache. Das Ergebnis ist ein Ausgangspunkt, keine Diagnose.
  • Pflegewerte sind Richtwerte. Licht, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung sind in jeder Wohnung anders. Die genannten Zahlen sind der Anfang, danach entscheidet die Pflanze.
  • Der Gießrechner rechnet nicht für Ihren Topf. Er schlägt einen groben Rhythmus vor; die letzte Prüfung ist Ihr Finger in der Erde.
  • Wir sind keine Tierarztpraxis und kein Giftinformationszentrum. Bei einem Verdacht gehen Sie dorthin, nicht hierhin.

Aktualisierung und Fehler

Über jedem Text steht das Datum der letzten Aktualisierung. Wir gehen die Seiten regelmäßig durch und korrigieren, was falsch oder unvollständig ist.

Wenn Sie einen Fehler finden, möchten wir davon wissen. Was Sie melden können und wie Sie uns erreichen, steht auf der Kontaktseite.

Die Übersicht aller Arten steht auf der Seite Pflanzen. Wenn Sie eine Pflanze für einen bestimmten Platz suchen, und besonders wenn Tiere im Haushalt leben, hilft der Pflanzenfinder bei der Auswahl.