Geranie (Pelargonie): giftig für Haustiere, und eine Sommerpflanze mit Winterquartier
Aktualisiert: 18. August 2026
Die Geranie ist die klassische Balkonpflanze, und Sie bekommen sie ab dem Frühjahr im Gartencenter, im Baumarkt und in der Saison auch beim Discounter. Auf dieser Website steht sie nicht unter den Zimmerpflanzen, aber der Grund ist ein anderer als bei den übrigen Pflanzen dieser Gruppe: Diese Art kommt im Winter durchaus ins Haus. Nach Einschätzung dieser Website bleibt sie aber nicht dauerhaft dort.
Giftig für Hunde, Katzen und Pferde
Der ASPCA-Eintrag führt die Pflanze als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Als toxische Prinzipien nennt er Geraniol und Linalool, als klinische Zeichen Erbrechen, Appetitlosigkeit, Apathie und Dermatitis.
Eine Einstufung der Schwere nimmt der Eintrag nicht vor. Diese Seite nimmt sie deshalb auch nicht vor, weder nach oben noch nach unten. Halten Sie die Pflanze außerhalb der Reichweite Ihrer Tiere, und kontaktieren Sie bei Verdacht auf Vergiftung umgehend Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.
Zum Menschen sagen die beiden Quellen dieser Seite nichts. Der ASPCA-Eintrag ist ein Tierdatensatz, und die RHS-Seite behandelt die Kultur, nicht die Giftigkeit. Falls Sie einen Verdacht haben, wenden Sie sich an das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum.
Geranie oder Pelargonie?
Beide Namen begegnen Ihnen, und beide Quellen dieser Seite zeigen warum. Die RHS nennt Pelargonien gleich im ersten Satz ihres Leitfadens “often called tender geraniums”. Der ASPCA-Eintrag trägt den Titel Geranium, führt als wissenschaftlichen Namen aber Pelargonium species.
Für die Praxis ist daran vor allem eines wichtig: Wenn Sie in der ASPCA-Datenbank nach Pelargonium suchen, steht der Eintrag dort unter Geranium. Über die Gattung Geranium (im Handel Storchschnabel) sagen die hier ausgewerteten Quellen nichts, und diese Seite deshalb auch nicht.
Trockenheit ja, Frost nein
Bei dieser Pflanze ist der entscheidende Satz der RHS kurz: Pelargonien überstehen Trockenheit mit Leichtigkeit, Frost aber nicht.
Zum Gießen passt das zusammen: Sie seien keine durstigen Pflanzen, deshalb von Frühjahr bis Sommer maßvoll gießen und darauf achten, dass das Substrat nicht zu nass wird. Im Winter soll nur sparsam gegossen werden.
Für die Blüte nennt die RHS Deadheading: Verblühtes regelmäßig entfernen, das fördert die Blüte.
Das Winterquartier ist der eigentliche Punkt
Die RHS schreibt, dass Pelargonien drinnen oder an einem hellen, frostfreien Platz überwintert werden müssen. Und sie nennt eine Bedingung, unter der aus dem Überwintern mehr wird als Aufbewahren: Viele blühen weiter, wenn sie bei 7-10 °C gehalten werden.
Für Pflanzen im Haus, im Wintergarten oder im Gewächshaus nennt sie außerdem einen Standort in vollem Licht, aber mit Schatten vor der sengenden Mittagssonne.
Wenn Sie im Frühjahr mehr Pflanzen wollen als im Herbst: Die RHS nennt die Vermehrung über Stecklinge vom Frühjahr bis Herbst, als Weichholzstecklinge (in der Quelle softwood cuttings).
Warum sie hier nicht unter den Zimmerpflanzen steht
Aus der Quelle stammt der Anspruch: Die RHS schreibt, die meisten blühen am besten in voller Sonne; Edelpelargonien (in der Quelle Regal) bevorzugen Halbschatten, Zonalpelargonien (Zonal) vertragen etwas Schatten.
Aus der Quelle stammt nicht der Schluss daraus. Dass eine normale Wohnung diesen Lichtanspruch über das Jahr selten erfüllt, steht in keiner der hier ausgewerteten Quellen, sondern ist eine eigene Einschätzung dieser Website. Die RHS selbst nennt durchaus einen Platz für Pelargonien im Haus, und sie führt das Überwintern drinnen oder an einem hellen, frostfreien Platz unter den Anforderungen der Pflanze auf.
Deshalb steht die Geranie hier als Sommerpflanze mit Winterquartier und nicht als dauerhafte Zimmerpflanze.
Suchen Sie eine Pflanze, die das ganze Jahr in der Wohnung bleibt? Die Übersicht der Arten steht auf der Seite Pflanzen; wenn Tiere im Haushalt leben, hilft der Pflanzenfinder bei der Auswahl.
Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.