Purpurtute-Pflege (Syngonium): Licht, Gießen und Giftigkeit

Purpurtute (Syngonium podophyllum) mit silbrig-grün gezeichneten pfeilförmigen Blättern
· Bild: Syngonium podophyllum, Srijit Mudi / Pexels (Pexels) · Pexels

Aktualisiert: 13. August 2026

Pflanzensteckbrief
Licht Gering / hell
Wasserbedarf Mittel
Schwierigkeit Einfach
Für Haustiere sicher? Giftig

Die Purpurtute (Syngonium podophyllum) ist die Pflanze mit den pfeilförmigen, oft silbrig gezeichneten Blättern. Die NC State Extension ordnet sie den Aronstabgewächsen (Araceae) zu, nennt als Herkunft Südamerika bis Mexiko und stuft den Pflegeaufwand als gering ein. Als Größe gibt dieselbe Quelle etwa 90 bis 180 cm Höhe und 30 bis 60 cm Breite an (die Quelle schreibt: 3 bis 6 feet und 1 bis 2 feet).

Ein Hinweis vorweg, weil er den Platz betrifft: Die ASPCA führt die Pflanze als giftig für Hunde, Katzen und Pferde, und die NC State Extension schreibt, dass sie eine Kontaktdermatitis auslösen kann. Die Einzelheiten stehen weiter unten.

Viele Namen, eine Pflanze

Diese Art läuft im Handel unter auffällig vielen Etiketten. Die NC State Extension führt Syngonium podophyllum als akzeptierten Namen und nennt daneben:

  • als weitere gebräuchliche Namen: American Evergreen, Arrowhead Plant, Arrow-Head Vine, Arrowhead Vine, Trileaf Wonder;
  • als frühere wissenschaftliche Namen: Arum auritum, Pothos auritus und Xanthosoma gracile.

Die ASPCA führt zusätzlich Nephthytis, Green Gold Naphthysis und African Evergreen. Im deutschen Handel steht meist Purpurtute oder schlicht Syngonium auf dem Schild.

Alle Angaben auf dieser Seite gelten für Syngonium podophyllum.

Standort und Licht

Zwei Quellen ordnen diese Art ein, jede in ihrem eigenen System.

Das Gartenbau-Wiki Hortipendium führt die Art auf seiner Übersichtsseite zu Zimmerpflanzen in der Gruppe mit geringem Lichtbedarf, 500 bis 1.000 Lux (die Quelle schreibt den Gattungsnamen dort Sygonium). In derselben Gruppe stehen Sansevieria, Einblatt und Dracaena.

Die NC State Extension ordnet sie zwei eigenen Kategorien zu: dem gefilterten Sonnenlicht, also Schatten durch ein Blätterdach den ganzen Tag, und dem Halbschatten, also direkter Sonne nur für einen Teil des Tages, zwei bis sechs Stunden.

Für die Wohnung heißt das: Ost- und Westfenster sind unproblematisch, ein Platz weiter im Raum ebenso, und am Südfenster gehört die Pflanze nicht in die direkte Mittagssonne. Wie Sie einen dunklen Standort einordnen, steht auf der Seite Wenig Licht; was ein zu heller Platz anrichtet, behandelt die Seite Sonnenbrand an Blättern.

Gießen

Die NC State Extension beschreibt den Bedarf über die Erde, nicht über einen Rhythmus: Sie nennt für diese Art einen Feuchtebedarf von feucht.

Die andere Richtung nennt das Gartenbau-Wiki Hortipendium für Zimmerpflanzen allgemein: Eine Überversorgung führt zu Wurzel- und Stängelfäule. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen und den Topf nicht im Wasser stehen; Staunässe ist der Fall, den Sie vermeiden wollen.

Einen festen Gießabstand in Tagen nennt keine der hier ausgewerteten Quellen, und diese Seite nennt deshalb auch keinen.

Düngen

Im Winter wird nicht gedüngt. Das Gartenbau-Wiki Hortipendium begründet das für Zimmerpflanzen allgemein damit, dass im Winter zu wenig Licht vorhanden ist.

Zur Menge und zum Rhythmus in der Wachstumszeit nennen die hier ausgewerteten Quellen für diese Art nichts, und diese Seite nennt deshalb keine Zahl. Ein Zuviel erkennen Sie dagegen: Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nennt für einen zu hohen Salzgehalt durch Überdüngung braune Blattränder und einen trockenen weißen Belag auf der Substratoberfläche und rät, die Düngung einzustellen und die Pflanze gegebenenfalls umzutopfen. Wie Sie das prüfen, steht auf der Seite Düngersalz.

Diese Seite nennt keine Produktnamen und keine Dosierung.

Giftigkeit

Zwei Quellen, zwei Blickwinkel: Die eine gilt den Tieren, die andere dem Menschen. Beide gehören dazu.

  • Die ASPCA führt die Purpurtute als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Als Wirkstoff nennt sie unlösliche Kalziumoxalate, als Anzeichen Reizung der Mundhöhle, Schmerzen und Schwellung von Mund, Zunge und Lippen, starken Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Das Erbrechen nimmt sie für Pferde ausdrücklich aus; diese Einschränkung steht so in der Quelle.
  • Die NC State Extension stuft die Giftigkeit dieser Art für Menschen als mittel ein. Als Wirkstoff nennt sie Kalziumoxalat-Kristalle, als giftige Teile Blüten, Blätter, Wurzeln, Saft, Samen und Stängel. Eine Kontaktdermatitis kann die Pflanze nach derselben Quelle auslösen.

Tragen Sie beim Schneiden und Umtopfen Handschuhe und waschen Sie sich anschließend die Hände. Stellen Sie die Pflanze außer Reichweite von Haustieren und Kindern auf. Weil die Triebe mit der Zeit hängen und ranken, lohnt sich ein hoher Platz.

Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse; bei bedrohlichen Anzeichen wählen Sie den Notruf 112. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Häufige Probleme

Was Sie sehenWas die Quellen dazu sagen
Wurzeln und Stängel faulenÜberversorgung mit Wasser (Hortipendium, für Zimmerpflanzen allgemein)
braune Blattränder, trockener weißer Belag auf der Erdezu hoher Salzgehalt durch Überdüngung (LWG)
Blätter vergilben, ohne dass die Adern grün bleibenLichtmangel, starke Temperaturschwankungen, Wasserstress oder Nährstoffmangel (LWG, für Zimmerpflanzen allgemein)
jüngere Blätter gelb, Blattadern bleiben grünEisenmangel; kein kalkhaltiges Gießwasser, sondern Regenwasser (LWG)

Fünf Punkte behandelt diese Seite bewusst nicht:

  • Eine Wohlfühlspanne in °C nennt keine der hier ausgewerteten Quellen für diese Art.
  • Eine Rangfolge der Todesursachen nennt keine der hier ausgewerteten Quellen. Dass zu viel Wasser die häufigste Ursache sei, steht hier deshalb nicht, obwohl die Fäulnis bei Hortipendium ausdrücklich vorkommt.
  • Dass panaschierte Blätter bei wenig Licht ergrünen, steht in keiner der hier ausgewerteten Quellen für diese Art. Diese Seite stellt diesen Zusammenhang deshalb nicht auf.
  • Dass sich die Blattform mit dem Alter von pfeilförmig zu gelappt ändert, steht ebenfalls in keiner der hier ausgewerteten Quellen.
  • Eine Anleitung zur Vermehrung, etwa über Stecklinge im Wasserglas, beschreibt keine der hier ausgewerteten Quellen für diese Art.

Findet sich etwas auf der Pflanze, führt die Seite Schädlinge an Zimmerpflanzen weiter. Andere Ursachen für gelbe Blätter behandelt die Seite Gelbe Blätter. Wenn Sie lieber vom Symptom aus vorgehen, hilft die Seite Diagnose.

Wo Sie die Pflanze bekommen

Die Purpurtute steht ganzjährig im Gartencenter und im Baumarkt, meist als kleiner, günstiger Topf und in mehreren Blattfärbungen.

Zwei Dinge lohnen den Blick beim Kauf:

  • Das Etikett, wegen der vielen Namen. Nephthytis, Arrowhead und Syngonium meinen nach den beiden Quellen dieselbe Art.
  • Der Platz zu Hause. Die Pflanze rankt und hängt mit der Zeit, und die ASPCA führt sie für drei Tierarten als giftig; ein hoher Platz löst beides auf einmal.

Was für die verwandten Aronstabgewächse gilt, steht auf den Seiten Dieffenbachie-Pflege, Philodendron-Pflege und Alokasie-Pflege. Welche Art wie viel Licht braucht, steht im Steckbrief auf der Seite Pflanzen.

Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Häufige Fragen

Purpurtute, Nephthytis, Arrowhead Plant; ist das dieselbe Pflanze?

Ja. Die NC State Extension führt Syngonium podophyllum als akzeptierten Namen und nennt als weitere Namen American Evergreen, Arrowhead Plant, Arrow-Head Vine, Arrowhead Vine und Trileaf Wonder; als frühere wissenschaftliche Namen führt sie Arum auritum, Pothos auritus und Xanthosoma gracile. Die ASPCA nennt zusätzlich Nephthytis, Green Gold Naphthysis und African Evergreen. Im deutschen Handel steht meist Purpurtute oder Syngonium auf dem Etikett.

Wie viel Licht braucht die Purpurtute?

Nach dem Gartenbau-Wiki Hortipendium wenig: Es führt die Art auf seiner Übersichtsseite zu Zimmerpflanzen in der Gruppe mit geringem Lichtbedarf, 500 bis 1.000 Lux, gemeinsam mit Sansevieria und Einblatt. Die NC State Extension ordnet sie zwei eigenen Kategorien zu: dem gefilterten Sonnenlicht, also Schatten durch ein Blätterdach den ganzen Tag, und dem Halbschatten, also direkter Sonne nur für einen Teil des Tages, zwei bis sechs Stunden.

Ist die Purpurtute für Katzen, Hunde und Pferde giftig?

Ja, für alle drei. Die ASPCA führt sie als giftig für Hunde, Katzen und Pferde und nennt als Wirkstoff unlösliche Kalziumoxalate. Als Anzeichen nennt sie Reizung der Mundhöhle, Schmerzen und Schwellung von Mund, Zunge und Lippen, starken Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden; das Erbrechen nimmt sie für Pferde ausdrücklich aus. Stellen Sie die Pflanze außer Reichweite. Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Muss ich beim Schneiden Handschuhe tragen?

Ja. Die NC State Extension schreibt, dass die Purpurtute eine Kontaktdermatitis auslösen kann, und nennt als giftige Pflanzenteile Blüten, Blätter, Wurzeln, Saft, Samen und Stängel. Tragen Sie beim Schneiden und Umtopfen Handschuhe und waschen Sie sich anschließend die Hände. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Wie oft gießt man eine Purpurtute?

Feucht halten, aber nicht nass. Die NC State Extension nennt für diese Art einen Feuchtebedarf von feucht. Das Gartenbau-Wiki Hortipendium nennt für Zimmerpflanzen allgemein die Folge einer Überversorgung: Wurzel- und Stängelfäule. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen und vermeiden Sie Staunässe. Einen festen Abstand in Tagen nennt keine der hier ausgewerteten Quellen.

Quellen