Strelitzie-Pflege (Strelitzia reginae): Licht, Gießen, Blüte, Haustiere

Strelitzie (Strelitzia reginae) im Innenraum, orange-violette Blüte über schmalen, langstieligen Blättern
· Bild: Strelitzia reginae, Pew Nguyen / Pexels (Pexels) · Pexels

Aktualisiert: 14. August 2026

Pflanzensteckbrief
Licht Hell indirekt
Wasserbedarf Mittel
Schwierigkeit Mittel
Für Haustiere sicher? Giftig

Die Strelitzie (Strelitzia reginae), im Handel auch Paradiesvogelblume genannt, ist eine große Zimmerpflanze, deren Blüten die Royal Horticultural Society als auffällig orange und blau beschreibt und deren Blütezeit dieselbe Quelle mit Winter und Frühjahr angibt. Die Royal Horticultural Society nennt Strelitzia reginae die beliebteste Art der Gattung und führt daneben Strelitzia nicolai. Die ASPCA ordnet Strelitzia reginae der Familie Strelitziaceae zu und nennt als weitere gebräuchliche Namen Crane Flower und Bird’s Tongue Flower.

Zwei Angaben bestimmen die Pflege, und beide stehen so in den Quellen: Die Royal Horticultural Society nennt einen warmen, sonnigen Platz und nie weniger als 10 bis 12 °C, und die ASPCA stuft die Art als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein.

Ein Hinweis zum Umfang: Die Royal Horticultural Society beschreibt in ihrer Anleitung zwei Arten nebeneinander. Alles auf dieser Seite ist auf Strelitzia reginae bezogen; Angaben, die dort ausdrücklich zu Strelitzia nicolai gehören, stehen hier nicht.

Haustiere: Die Einstufung der ASPCA lautet giftig

Die ASPCA führt einen eigenen Eintrag Bird of Paradise Flower für Strelitzia reginae und stuft die Art als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Giftstoffe nennt dieselbe Quelle Magen-Darm-Reizstoffe, als Anzeichen leichte Übelkeit, Erbrechen und Schläfrigkeit, und sie schreibt dazu, dass diese vor allem durch Früchte und Samen ausgelöst werden.

Auf die Trennung dieser beiden Angaben kommt es an. Die Einstufung der ASPCA lautet giftig. Das Wort leicht steht in dieser Quelle bei den Anzeichen, nicht bei der Einstufung, und diese Seite gibt die beiden Angaben deshalb getrennt weiter, statt sie zu einer abgeschwächten Gesamtaussage zu verrechnen. Im Pflanzensteckbrief über diesem Text steht bei Für Haustiere sicher? entsprechend der Eintrag Giftig.

Die Einstufung selbst gilt nach der ASPCA für Hunde, Katzen und Pferde. Zu einer Einstufung für Menschen sagt keine der hier ausgewerteten Quellen etwas.

Die ASPCA warnt auf derselben Seite außerdem vor einer Verwechslung: Caesalpinia gilliesii, auch Poinciana gilliesii, wird ebenfalls Bird of Paradise genannt und ist nach dieser Quelle stärker giftig. Das ist eine andere Pflanze; diese Seite behandelt sie nicht, und die Angaben hier lassen sich nicht auf sie übertragen.

Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt. Geht es um einen Menschen, ist das für Ihr Bundesland zuständige Giftinformationszentrum die richtige Adresse; bei bedrohlichen Anzeichen wählen Sie den Notruf 112. Diese Seite nennt keine Mengen und keine Gegenmittel.

Zu Milchsaft, Hautreizung oder Augenkontakt sagt keine der hier ausgewerteten Quellen etwas. Diese Seite gibt deshalb weder eine Handschuhempfehlung noch eine Entwarnung.

Licht und Standort

Die Royal Horticultural Society ist hier ungewöhnlich deutlich: Stellen Sie die Pflanze in ein warmes, sonniges Zimmer oder einen Wintergarten, im Sommer auch nach draußen. Als Platz in der Wohnung nennt dieselbe Quelle neben einem großen, sonnigen Fenster.

Für die Wohnung heißt das: ein Süd- oder Westfenster, nicht der Platz weiter hinten im Raum. Damit gehört diese Art zu den wenigen Zimmerpflanzen dieser Website, für die die Quelle ausdrücklich sonnig schreibt.

Das weicht vom Steckbrief ab, und der Unterschied gehört hierher: Über diesem Text steht bei Licht der Eintrag Hell indirekt. Diese Angabe stammt aus der artenübergreifenden Datenbasis dieser Website und ist in allen vier Sprachfassungen dieselbe. Für Strelitzia reginae schreibt die Royal Horticultural Society sonnig, und dieser Abschnitt folgt der Quelle.

In den dunklen Wintermonaten ist ein Südfenster der hellste Platz, den eine Wohnung in Deutschland hergibt. Ob eine Pflanzenlampe für diese Art nötig oder sinnvoll ist, steht in den hier ausgewerteten Quellen nicht. Wie Sie einen dunklen Standort einordnen, steht auf der Seite Wenig Licht; was zu viel direkte Sonne an Blättern anrichten kann, behandelt die Seite Sonnenbrand an Blättern, und zwar allgemein, nicht für diese Art.

Gießen

Die Royal Horticultural Society trennt nach Jahreszeit:

  • Frühjahr und Sommer: Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht durchnässt. Bei warmem Wetter nennt dieselbe Quelle tägliches Gießen.
  • Herbst und Winter: Lassen Sie das Substrat zwischen zwei Wassergaben ziemlich abtrocknen, nach dieser Quelle ab Ende November.

Einen Gießabstand in Tagen für die Wachstumszeit nennt die Quelle darüber hinaus nicht, und diese Seite nennt deshalb keinen. Lassen Sie überschüssiges Wasser ablaufen und den Topf nicht im Wasser stehen; für Zimmerpflanzen allgemein beschreibt das Gartenbau-Wiki Hortipendium, dass eine Überversorgung mit Wasser zu Wurzel- und Stängelfäule führt. Staunässe ist der Zustand, den Sie damit vermeiden.

Zur Wasserhärte sagen die hier ausgewerteten Quellen für diese Art nichts. Allgemein für Zimmerpflanzen nennt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau bei Eisenmangel, also gelben jungen Blättern mit grün bleibenden Adern, Regenwasser statt kalkhaltigem Gießwasser. Wie hart Ihr Wasser ist, erfahren Sie bei Ihren Stadtwerken; angegeben wird die Härte in Grad deutscher Härte (°dH), und der DVGW erläutert die Bereiche weich, mittel und hart nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz.

Temperatur: Nach unten gibt es eine Zahl, nach oben nicht

Die Royal Horticultural Society nennt genau eine Temperaturgrenze: Die Temperatur sollte nie unter 10 bis 12 °C fallen, in der Quelle mit 50 bis 54 °F angegeben.

Eine Wohlfühlspanne in °C nennt dieselbe Quelle nicht, und diese Seite nennt deshalb keine. Was die Quelle stattdessen beschreibt, ist die Art des Standorts: ein warmes, sonniges Zimmer oder ein Wintergarten, im Sommer auch draußen. Aus diesen beiden Angaben derselben Quelle folgt der praktische Punkt für den Herbst: Wer die Pflanze im Sommer nach draußen stellt, holt sie wieder herein, bevor die genannte Untergrenze unterschritten wird.

Luftfeuchtigkeit und Heizperiode

Die Royal Horticultural Society nennt zwei Wege, die Luftfeuchte anzuheben: die Blätter regelmäßig besprühen oder den Topf in eine Schale mit feuchtem Kies stellen.

Beide bewertet diese Website anders als die Quelle, und das gehört hierher: Die Penn State Extension hält die Kies-Wasser-Schale für wirkungslos, weil die verdunstende Feuchte sich im ganzen Raum verteilt, und schreibt zum Besprühen, dass es die Luftfeuchte nicht anhebt, weil das Wasser nach wenigen Minuten verdunstet ist. Darin folgt diese Website der Penn State Extension. Verlassen Sie sich auf beide Wege deshalb nicht.

In der Heizperiode von Oktober bis April sinkt die Luftfeuchte in Innenräumen regelmäßig deutlich ab. Der Vergleich der Maßnahmen steht auf der Seite Trockene Luft. Stellen Sie die Pflanze nicht direkt über einen Heizkörper.

Erde und Umtopfen

Hier ist die Quelle konkret: Die Royal Horticultural Society nennt zum Umtopfen eine torffreie, lehmhaltige Erde, als Beispiel torffreie John Innes No. 3, mit zugesetztem Splitt.

John Innes No. 3 ist eine britische Fertigrezeptur und steht in deutschen Regalen nicht. Torffreie Blumenerde und Splitt bekommen Sie dagegen im Baumarkt und im Gartencenter; ob eine Erde lehmhaltig ist, wie es die Quelle verlangt, lesen Sie am Etikett. Ein Mischungsverhältnis nennt die Quelle nicht, und diese Seite nennt deshalb keines. Torffreie Erden trocknen schneller ab als torfhaltige; prüfen Sie die Erde daher etwas häufiger.

Umgetopft wird nach derselben Quelle alle zwei Jahre im Frühjahr, nach der Blüte, und zwar in einen nur wenig größeren Topf.

Düngen

Die Royal Horticultural Society nennt für Frühjahr und Sommer einen flüssigen Zimmerpflanzendünger alle zwei Wochen. Für Herbst und Winter nennt dieselbe Quelle keine Düngung; das Gartenbau-Wiki Hortipendium begründet die Winterpause für Zimmerpflanzen allgemein damit, dass im Winter zu wenig Licht vorhanden ist.

Ein Zuviel erkennen Sie an zwei Anzeichen: Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau nennt für einen zu hohen Salzgehalt durch Überdüngung braune Blattränder und einen trockenen weißen Belag auf der Substratoberfläche und rät, die Düngung einzustellen und die Pflanze gegebenenfalls umzutopfen. Wie Sie das prüfen, steht auf der Seite Düngersalz.

Diese Seite nennt keine Produktnamen und keine Dosierung.

Blüte: fünf bis zehn Jahre

Das ist die Angabe, wegen der diese Pflanze oft enttäuscht. Die Royal Horticultural Society schreibt, dass Pflanzen in der Regel eine beachtliche Größe erreicht haben und fünf bis zehn Jahre alt sein müssen, bevor sie blühen. Die Blüten nennt dieselbe Quelle auffällig orange und blau, die Blütezeit Winter und Frühjahr.

Eine junge Pflanze blüht nach dieser Angabe also nicht, und ob eine bestimmte Pflege die erste Blüte beschleunigt, steht in den hier ausgewerteten Quellen nicht. Diese Seite nennt deshalb keinen Weg dazu. Die Royal Horticultural Society führt ausbleibende Blüten gemeinsam mit braunen Blatträndern unter den Problemen dieser Art auf; welche Ursache sie dafür nennt, steht nicht im hier ausgewerteten Material.

Größe und Platz

Die Royal Horticultural Society nennt mindestens 1,5 m Höhe und 1 m Breite. Das Wort mindestens steht in der Quelle; eine Obergrenze nennt sie nicht, und diese Seite nennt deshalb keine.

Rechnen Sie also mit einer Pflanze, die dauerhaft den Platz eines Sessels braucht, und planen Sie den sonnigen Standort von vornherein in dieser Größe.

Häufige Probleme

Was Sie sehenWas die Quellen dazu sagen
braune Blattränder, keine BlütenDie Royal Horticultural Society führt beides gemeinsam unter den Problemen dieser Art auf; eine Ursache steht nicht im hier ausgewerteten Material
eingerissene BlätterEbenfalls unter den Problemen dieser Art bei der Royal Horticultural Society; eine Ursache steht dort nicht im hier ausgewerteten Material
Schädlinge an Blättern und StielenDie Royal Horticultural Society nennt für diese Art Schildläuse, Rote Spinne und Wollläuse
Wurzeln und Stängel faulen, Erde bleibt nassÜberversorgung mit Wasser (Hortipendium, für Zimmerpflanzen allgemein)
braune Blattränder, trockener weißer Belag auf der Erdezu hoher Salzgehalt durch Überdüngung (LWG, für Zimmerpflanzen allgemein)
jüngere Blätter gelb, Blattadern bleiben grünEisenmangel; Regenwasser statt kalkhaltigem Gießwasser (LWG, für Zimmerpflanzen allgemein)

Braune Blattränder stehen zweimal in der Tabelle, weil zwei Quellen sie unabhängig voneinander nennen. Der trockene weiße Belag auf der Erde gehört zur Beschreibung der LWG und ist das Merkmal, das dort zusätzlich genannt wird.

Die drei von der Royal Horticultural Society genannten Schädlinge behandelt diese Website je auf einer eigenen Seite: Schildläuse, Spinnmilben und Wollläuse. Eine Übersicht steht auf der Seite Schädlinge an Zimmerpflanzen. Andere Ursachen für gelbe Blätter behandelt die Seite Gelbe Blätter; wenn Sie lieber vom Symptom aus vorgehen, hilft die Seite Diagnose.

Vier Punkte behauptet diese Seite bewusst nicht:

  • Dass eingerissene Blätter normal seien. Die Royal Horticultural Society führt sie unter den Problemen auf. Eine Erklärung, wonach die Risse eine natürliche Anpassung an Wind sind, steht in keiner der hier ausgewerteten Quellen.
  • Eine ideale Temperaturspanne in °C. Belegt ist allein die von der Royal Horticultural Society genannte Untergrenze von 10 bis 12 °C.
  • Eine Anleitung zur Vermehrung. Weder die Royal Horticultural Society noch die ASPCA beschreiben im hier ausgewerteten Material eine Teilung oder eine Aussaat.
  • Eine Aussage zu Milchsaft, Hautreizung oder Augenkontakt.

Wo Sie die Pflanze bekommen

Die Strelitzie steht im Gartencenter und im Baumarkt, meist als große Pflanze im hohen Topf und selten in Blüte. Drei Dinge lohnen den Blick beim Kauf:

  • Das Etikett. Die Angaben dieser Seite gehören zu Strelitzia reginae. Steht dort Strelitzia nicolai, ist das die zweite Art aus derselben Anleitung der Royal Horticultural Society, und die Angaben dieser Seite gelten nicht ohne Weiteres für diese zweite Art.
  • Der Platz zu Hause. Ein Süd- oder Westfenster und Raum für eine Pflanze von mindestens 1,5 m Höhe und 1 m Breite sollten feststehen, bevor die Pflanze im Auto liegt.
  • Das Alter. Wer wegen der Blüte kauft, sollte die Angabe der Royal Horticultural Society kennen: Beachtliche Größe und fünf bis zehn Jahre gehen der ersten Blüte voraus.

Eine Übersicht der Arten auf dieser Website finden Sie auf der Seite Pflanzen.

Die Angaben zur Haustiersicherheit sind allgemein. Pflanzennamen und Sorten können regional abweichen. Wenn Ihr Tier eine Pflanze frisst oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Häufige Fragen

Ist die Strelitzie für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Die ASPCA führt einen eigenen Eintrag Bird of Paradise Flower für Strelitzia reginae und stuft die Art als giftig für Hunde, giftig für Katzen und giftig für Pferde ein. Als Giftstoffe nennt dieselbe Quelle Magen-Darm-Reizstoffe, als Anzeichen leichte Übelkeit, Erbrechen und Schläfrigkeit, ausgelöst vor allem durch Früchte und Samen. Das Wort leicht steht in dieser Quelle bei den Anzeichen, nicht bei der Einstufung. Die ASPCA warnt auf derselben Seite vor einer Verwechslung mit Caesalpinia gilliesii, auch Poinciana gilliesii, die ebenfalls Bird of Paradise genannt wird und nach dieser Quelle stärker giftig ist. Wirkt ein Tier krank, nachdem es an der Pflanze gefressen hat, wenden Sie sich an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.

Wann blüht die Strelitzie zum ersten Mal?

Die Royal Horticultural Society schreibt, dass Pflanzen in der Regel eine beachtliche Größe erreicht haben und fünf bis zehn Jahre alt sein müssen, bevor sie blühen. Die Blüten nennt dieselbe Quelle auffällig orange und blau, die Blütezeit Winter und Frühjahr. Ob eine bestimmte Pflege die erste Blüte beschleunigt, steht in den hier ausgewerteten Quellen nicht, und diese Seite nennt deshalb keinen Weg dazu.

Wie kalt darf die Strelitzie stehen?

Die Royal Horticultural Society nennt genau eine Grenze: Die Temperatur sollte nie unter 10 bis 12 °C fallen, in der Quelle mit 50 bis 54 °F angegeben. Eine ideale Spanne in °C nennt dieselbe Quelle nicht, und diese Seite nennt deshalb keine. Als Standort beschreibt die Quelle ein warmes, sonniges Zimmer oder einen Wintergarten, im Sommer auch draußen; wer die Pflanze im Sommer nach draußen stellt, holt sie vor dem Unterschreiten dieser Untergrenze wieder herein.

Wie groß wird die Strelitzie?

Die Royal Horticultural Society nennt mindestens 1,5 m Höhe und 1 m Breite. Das Wort mindestens steht in der Quelle; eine Obergrenze nennt sie nicht, und diese Seite nennt deshalb keine. Rechnen Sie mit einer Pflanze, die dauerhaft den Platz eines Sessels braucht, und zwar an einem sonnigen Standort.

Wie oft muss ich die Strelitzie gießen?

Die Royal Horticultural Society trennt nach Jahreszeit. Im Frühjahr und Sommer halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht durchnässt; bei warmem Wetter nennt dieselbe Quelle tägliches Gießen. Im Herbst und Winter lassen Sie das Substrat zwischen zwei Wassergaben ziemlich abtrocknen, nach dieser Quelle ab Ende November. Einen Gießabstand in Tagen für die Wachstumszeit nennt sie darüber hinaus nicht, und diese Seite nennt deshalb keinen.

Quellen